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Deutsch-Kanadische Suche nach Quanteneffekten in neuen Materialien

Vertragsunterzeichnung mit der University of British Columbia für gemeinsames Max Planck UBC Centre for Quantum Materials

20. Februar 2012

Bereits 2011 hat das gemeinsam von Max-Planck-Gesellschaft und der University of British Columbia (UBC) eingerichtete Max Planck UBC Centre for Quantum Materials seine Arbeit aufgenommen. Startschuss war die Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding im Oktober 2010. Am 20. Februar 2012 haben der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Peter Gruss, und der Präsident der University of British Columbia, Stephen Toope, in Vancouver den offiziellen Gründungsvertrag unterzeichnet.
Max-Planck-Präsident Peter Gruss und UBC-Präsident Stephen J. Toop bei der Vertragsunterzeichnung des neuen Max Planck UBC Centre for Quantum Material Bild vergrößern
Max-Planck-Präsident Peter Gruss und UBC-Präsident Stephen J. Toop bei der Vertragsunterzeichnung des neuen Max Planck UBC Centre for Quantum Materials [weniger]

„Mit dem Max Planck UBC Centre for Quantum Materials schaffen wir eine Plattform, auf der nicht nur führende Materialforscher aus Kanada und Deutschland ihre Expertise bündeln, sondern insbesondere auch Nachwuchswissenschaftler aus beiden Ländern ausgebildet und gefördert werden“, so Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. Bereits seit einem Jahr bringt das neue Zentrum Physiker, Chemiker und Material-wissenschaftler aus beiden Ländern zusammen, die Quanteneffekte in neuen Materialien interdisziplinär erforschen. Dazu zählen insbesondere Magnetismus und Supraleitung sowie das Verhalten von Elektronen an Oberflächen und Grenzflächen, das beispielsweise in der Mikroelektronik und der Katalyse-forschung von großer Bedeutung ist.

Darüber hinaus werden Forschungsmöglichkeiten in verschiedenen Stadien der wissenschaftlichen Karriere angeboten: beispielsweise als Gastwissenschaftler für einige Monate oder als Doktorand oder Postdoc für einige Jahre. Zusätzlich werden Max-Planck-UBC-Stipendien vergeben. Die ausgewählten Kandidaten erhalten dadurch die Möglichkeit, Forschung in einem internationalen Umfeld zu betreiben. Zusätzlich bieten die verschiedenen am Zentrum beteiligten Forschungsgruppen Stellen für Doktoranden und Postdocs an.

Ein weiteres attraktives Angebot sind die Summer Schools für Nachwuchswissenschaftler. Bereits zwei Mal fand eine solche Veranstaltung in Stuttgart (2010) und in Vancouver (2011) statt. Die Teilnehmer können sich hierdurch mit der Wissenschaftskultur des jeweils anderen Landes bereits in einem frühen Karrierestadium bekannt machen.

Bernhard Keimer, Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, der gemeinsam mit George Sawatzky von der University of British Columbia das Max Planck UBC Centre for Quantum Materials leitet, zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz: „Das Zentrum funktioniert meines Erachtens sehr gut. Nach einem Jahr liegen die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse vor. Auch haben wir einige neue Initiativen auf den Weg gebracht, beispielsweise ein Programm, das jungen kanadischen Studenten mehrmonatige Aufenthalte an Max-Planck-Instituten ermöglicht und somit einen frühzeitigen Einblick in die Forschungsmöglichkeiten und Karrierechancen in Deutschland gewährt.“

 
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