Wissenschaft ist ein Kinderspiel – MPI veranstaltet Wissenschafts-Sommercamp
Vom 7. bis 11. September fand am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung die fünfte Ausgabe des „Science Summer Camp“ statt, einer Veranstaltung, die von Sam Van Gele, einem Doktoranden am MPI-FKF, organisiert wurde, um der jüngeren Generation die Wissenschaft näherzubringen.
Vom 7. bis 11. September veranstaltete das Max-Planck-Institut für Festkörperforschung die fünfte Ausgabe des „Science Summer Camp“, einer Veranstaltung, die darauf abzielt, die jüngeren Generationen für die Wissenschaft zu begeistern und ihr Interesse daran zu wecken. Organisiert wurde die Veranstaltung von Sam Van Gele, einem Doktoranden am MPI FKF.
Es war zweifellos eine ereignisreiche Woche für die Camper. Nur eine Woche vor Schulbeginn hatten sie die Gelegenheit, weiße Kittel und Schutzbrillen anzuziehen und sich selbst aktiv mit Naturwissenschaften zu beschäftigen.
Vom Bau eines kleinen Solarmodells bis hin zur Beobachtung von Elementarteilchen, die durch eine Nebelkammer fliegen – an deren Aufbau sie selbst mitgewirkt hatten –, erhielten die Teilnehmer einen umfassenden Einblick in verschiedene Bereiche der Naturwissenschaften.
Vor allem lernten sie, wie der Prozess hinter einem Experiment abläuft – vom Stellen von Fragen und Ausprobieren von Ideen bis hin zum Lernen aus Fehlern und dem Machen neuer Fehler, bis das Experiment schließlich funktioniert.
In einem der Experimente mussten sie beispielsweise Wasser und eine Vitamin-C-Tablette in einem Plastikbecher vermischen und diesen verschließen, um eine Rakete zu bauen. Wie bei den meisten Experimenten funktionierte der erste Versuch nicht wie erwartet. Und genau hier kam das wissenschaftliche Denken ins Spiel: Was ist schiefgelaufen? Was könnte dazu geführt haben, dass das Experiment fehlgeschlagen ist? War genug Wasser vorhanden? War der Behälter richtig verschlossen? Und vor allem: Was sollte als Nächstes getan werden? All diese Fragen mussten sorgfältig abgewogen und diskutiert werden. Und das ist vielleicht eine der wertvollsten Lektionen, die die Kinder aus dem Sommercamp mit nach Hause nehmen konnten: Wissenschaftliches Verstehen ist ein Prozess und entsteht oft durch eine Abfolge von Versuch und Irrtum.
Beim Wissenschafts-Sommercamp ging es jedoch um mehr als nur Experimente. Die ganze Woche über standen die Kinder in direktem Kontakt mit Wissenschaftlern des MPI für Festkörperforschung.
Um einen besseren Einblick in den Alltag eines Wissenschaftlers zu erhalten, befragten sie mehrere Forscher zu ihrer Arbeit und ihrem Leben in der Wissenschaft. Anschließend hatten sie die Aufgabe, aus diesen Interviews eine unterhaltsame Präsentation über den von ihnen befragten Wissenschaftler zu erstellen. Am Ende der Woche präsentierten sie ihre Ergebnisse ihren Eltern.
Ein kurzer Rückblick
Wissenschaftliche Forschung ist nichts anderes als eine hochentwickelte Form des Spielens. Anstelle von Superhelden-Actionfiguren, die in imaginären Welten gegeneinander kämpfen, haben Wissenschaftler unzählige mögliche Theorien, Ideen und Experimente, die sie erforschen und überprüfen können.
Ein wissenschaftlicher Geist ist ein neugieriger Geist, und es war erfrischend zu sehen, mit wie viel Neugier die Kinder die ganze Woche über an den Aktivitäten teilnahmen. Sie stellten Fragen, probierten Dinge aus, machten Fehler und versuchten es erneut – genau diese Art von Neugier und Offenheit ist es, die wissenschaftliche Entdeckungen vorantreibt.
Wir möchten uns bei allen bedanken, die an der Organisation der Veranstaltung beteiligt waren, sowie bei allen, die während der gesamten Woche mitgeholfen haben. Ein ganz besonderer Dank gilt Sam Van Gele für die Organisation des Science Summer Camps und dafür, dass er dieses wunderbare Format an das MPI für Festkörperforschung gebracht hat.
Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe des Camps!

















