In unserem Institut arbeiten über 500 Mitarbeitende und Studierende. Auf dieser Seite stellen wir einige von ihnen vor und zeigen nicht nur ihre wissenschaftliche Arbeit, sondern auch ihr Leben hier in Stuttgart.

16. November 2021

Rebecca Pons: eine deutsche Doktorandin, die sich mit Festkörperspektroskopie beschäftigt.

Rebecca macht draußen eine Kaffeepause mit einigen anderen Doktoranden.

Rebecca arbeitet an dem neu entdeckten Nickelsupraleiter. Sie züchtet dünne Schichten durch Molekularstrahlepitaxie und führt dann eine chemische Reduktion und Analyse durch, um den Oxidationszustand des Materials zu bestimmen. Rebecca war nicht immer Experimentalphysikerin, sondern hat einen theoretischen Hintergrund mit einem Master über Ferromagnetismus in verdrehten zweischichtigen Graphen.

Rebecca ist auch eine der Doktorandenbeauftragten des Instituts. Die PhD-Vertretenden sollen die Gemeinschaft unter den PhD-Studierenden fördern, indem sie Veranstaltungen wie Spieleabende, gemeinsames Grillen und eine jährliche PhD-Reise organisieren. Die diesjährige Reise ging nach Wien, wo die Studierenden andere wissenschaftliche Institute besuchten, die Stadt besichtigten und sich gegenseitig kennenlernten. Die Vertretenden organisieren auch Karriere-Events, wie zum Beispiel kürzlich einen Python-Workshop. Außerhalb des Instituts genießt Rebecca die Musik und hat einen Kommilitonen gefunden, mit dem sie Musik macht; er spielt Klavier, sie Geige.

Prosper Ngabonziza: ein ruandischer Postdoktorand, der an Quantenelektronik arbeitet.

Prosper im Labor.

Prospers Forschungsarbeit am Max-Planck-Institut konzentriert sich auf Quantenmaterie-Heterostrukturen und damit verbundene elektronische Geräte im Nanomaßstab. Er ist auch Mitglied mehrerer internationaler wissenschaftlicher Gemeinschaften, wie der Global Young Academy (GYA) und der African Lightsource Foundation. Im Rahmen seiner Arbeit nutzt Prosper viele der Ressourcen hier am Institut, wie z. B. die Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Zentrum für Elektronenmikroskopie, die Nutzung der Reinraumanlage unseres Nanostrukturierungslabors, unsere Computerdienste und unsere verschiedenen Materiallager.

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit nutzt er auch unsere hauseigene Kindertagesstätte. Er ist froh, dass sein Kind von einer Kindertagesstätte profitieren kann, die über eine gute Infrastruktur, pädagogische Hilfsmittel und zweisprachige Lehrende verfügt. Manchmal nimmt er auch an verschiedenen Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten in der Stadt Stuttgart teil. So geht Prosper mit seinen Kindern oft auf verschiedene Spielplätze, in Museen und in den Zoo. Zwei herausragende Veranstaltungen sind für ihn das Stuttgarter Afrikafest und der Stuttgarter Weihnachtsmarkt.

Soon Jung Jung: eine koreanische leitende Wissenschaftlerin, die mit der Niedertemperatur-Rastertunnelmikroskopie arbeitet.

 

Soon Jung bei der Analyse aktueller Daten im Präzisionslabor.

Nach Abschluss ihrer Promotion in Südkorea—mit einem längeren Austauschaufenthalt in Stanford—begann Soon Jung am Trinity College in Dublin mit der Forschung an Halbleitern. Kurze Zeit später, im Jahr 2013, setzte sie diese Forschung an unserem Institut in Stuttgart fort. Soon Jung beginnt ihren Tag normalerweise damit, dass sie ihre Jüngere von zwei Töchtern in der Kinderbetreuung unseres Instituts auf dem Campus abgibt. Von dort aus trifft sie sich mit ihrem Doktoranden, um seine Fortschritte zu besprechen. Dabei kann es darum gehen, Ergebnisse zu besprechen, unerwartete Probleme zu lösen oder zu überlegen, wie es weitergehen soll. Schon bald ist es Zeit für das Mittagessen, das Soon Jung in der Regel mit Mitgliedern ihres Teams genießt. Der Nachmittag besteht aus einer Mischung aus Diskussionen mit ihrem Postdoktoranden und Zeit in ihrem Büro, um die neueste relevante Literatur zu lesen.

Soon Jung nutzt ihr Wochenende, um Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, und nutzt die vielen Spielplätze und Feste in Stuttgart, wie das Kürbisfest und die Weihnachtsmärkte. Außerdem kennt sie einige der besten Restaurants in Stuttgart und geht manchmal mit ihren Studierenden dort essen. Besonders empfiehlt sie die koreanischen Restaurants Mandu und Soban, die beide in der Nähe des Stadtzentrums liegen.

Ali Alavi: britischer Direktor und Leiter der Abteilung für elektronische Strukturtheorie.

 

Ali bespricht die Fortschritte mit seinen Doktoranden bei einem Kaffee.

Ali begann seine akademische Laufbahn mit klassischen molekulardynamischen Simulationen. Im weiteren Verlauf seiner Karriere ging er zur Theorie der elektronischen Struktur über, da er erkannte, dass diese notwendig war, um ein tieferes Verständnis des Verhaltens von Molekülen und Materialien zu erlangen. Ali beschreibt die Elektronenstrukturtheorie als von Natur aus sehr komplex, was der Denkweise eines Chemikers entgegenkommt, für den Komplexität ein integraler Aspekt der Welt ist.

Ali teilt seine Zeit zwischen Stuttgart und Cambridge auf, wo seine Familie lebt. An einem durchschnittlichen Tag in Stuttgart nimmt sich Ali so viel Zeit wie möglich, um mit den Mitgliedern seiner Gruppe über die Wissenschaft zu diskutieren. Er findet, dass diese Diskussionen wichtig sind, um Probleme zu lösen und neue Ideen zu entwickeln.  Ein weiterer Teil seines Tages besteht darin, Referenzen und Berichte zu schreiben und gelegentlich seine eigenen Berechnungen durchzuführen. Außerhalb der Arbeit geht Ali gerne in der Umgebung des Instituts spazieren. Wenn seine Familie zu Besuch kommt, fahren sie in den Schwarzwald, um dem Stadtleben zu entfliehen. Persönlich arbeitet Ali an seinen Sprachkenntnissen, indem er wöchentlich Deutschunterricht nimmt.

 

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