„It‘s all about defects“ - Wissenschaftliches Festkolloquium zum 70. Geburtstag von Joachim Maier
Internationale Gäste feiern einen Pionier der Defektchemie
Am 6. und 7. März 2026 fand am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung ein ganz besonderes wissenschaftliches Symposium statt: Zahlreiche internationale Gäste kamen zusammen, um den 70. Geburtstag unseres ehemaligen Direktors Joachim Maier zu feiern.
Das Festkolloquium stand ganz im Zeichen eines Themas, das Joachim Maiers wissenschaftliche Arbeit über Jahrzehnte geprägt hat: Defekte in Materialien. Was zunächst unscheinbar klingt, ist in der Materialwissenschaft von zentraler Bedeutung. Defekte bestimmen unter anderem, wie Ionen sich in Festkörpern bewegen – ein entscheidender Faktor für Technologien wie Batterien, Brennstoffzellen oder Solarzellen.
Entsprechend hochkarätig war das Programm. Führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa, Asien und den USA präsentierten aktuelle Forschung zu Themen wie Festkörperionik, Defektchemie, Energiematerialien, Perowskit-Solarzellen und elektrochemische Energiespeicherung. Zu den Rednern gehörten unter anderem Herbert Tuller (MIT), Tor Norby (Universität Oslo), Peter Bruce (Universität Oxford), Michael Grätzel (EPFL) und Bilge Yildiz (MIT).
Die Vorträge zeichneten sich durch ihre hohe wissenschaftliche Qualität aus und führten zu lebhaften Diskussionen – ganz im Sinne des Jubilars. Viele der Sprecherinnen und Sprecher haben im Laufe ihrer Karriere eng mit Joachim Maier zusammengearbeitet oder wurden von ihm wissenschaftlich geprägt.
Joachim Maier war 32 Jahre lang Direktor am MPI-FKF und hat mit seiner Forschung zur physikalischen Chemie des Ionentransports das Verständnis von Transportprozessen in Festkörpern entscheidend geprägt. Seine Arbeiten verbinden grundlegende thermodynamische und kinetische Konzepte mit experimenteller Forschung und konkreten Anwendungen in elektrochemischen Materialien.
Neben den wissenschaftlichen Vorträgen bot das Symposium auch Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Beim gemeinsamen Empfang und Abendessen kamen viele langjährige Weggefährten, ehemalige Mitarbeitende und Kolleginnen und Kollegen zusammen.
In seiner Dinner-Ansprache blickte Joachim Maier auf seinen wissenschaftlichen Weg zurück und bedankte sich für die vielen inspirierenden Begegnungen und Kooperationen, die seine Karriere begleitet haben.
Das Kolloquium zeigte eindrucksvoll, wie stark Joachim Maiers Arbeit ein ganzes Forschungsfeld geprägt hat – und wie viele wissenschaftliche Freundschaften daraus entstanden sind. Oder, wie einer der Redner treffend bemerkte:
„It’s not all about defects, it is about Joachim.“












