Deutsch-Österreichischer Physikwettbewerb
Vom 15. bis 18. Januar war das Max-Planck-Institut für Festkörperforschung Gastgeber des 8. Deutschen Physikwettbewerbs (GPT) und begrüßte ein Gastteam aus Österreich (TU Wien).
Die diesjährige Ausgabe brachte neun Teams und rund 70 externe Teilnehmer (insgesamt etwa 90 Personen einschließlich der MPI-FKF-Gemeinschaft) zusammen und schuf ein internationales und kooperatives Umfeld, das sich auf wissenschaftliche Diskussionen, Teamarbeit und Problemlösungen auf hohem akademischem Niveau konzentrierte.
Die Problemliste wurde im Sommer 2025 veröffentlicht, sodass die Teams mehrere Monate Zeit hatten, sich auf ihre Arbeit vorzubereiten. In dieser Zeit entwarfen die Teilnehmer Experimente, sammelten Daten und entwickelten mathematische Modelle, um die Probleme anzugehen.
Hier ist ein Beispiel für eine der Aufgaben, die für den Wettbewerb vorgeschlagen wurden (die vollständige Liste finden Sie hier):
Das Leben des Bierschaums
Investigate the dynamics of beer foam (or the foam of any equivalent non-alcoholic drink) after pouring. Study and characterize the relevant parameters of the foam evolution. Maximize the lifetime of the foam per unit volume of beer.
Ein Problem, das sofort den Ton für das Turnier angibt.
Die Teams präsentierten ihre Lösungen einer Jury, die sich aus Doktoranden und Postdoktoranden des Max-Planck-Instituts zusammensetzte, sowie den gegnerischen Teams. Die Gegner beteiligten sich aktiv, indem sie Fragen stellten, konstruktive Kritik äußerten und mögliche Verbesserungen vorschlugen.
Die Jury bewertete nicht nur die Qualität der Präsentationen, sondern auch die Moderation der Diskussion und den wissenschaftlichen Wert der vorgebrachten Kritikpunkte. Der Wettbewerb unterstreicht, dass wissenschaftlicher Fortschritt nicht nur durch das Finden von Lösungen entsteht, sondern auch durch offene, kritische und kooperative Diskussionen.
Das Ziel des GPT ist es, Studierende darauf vorzubereiten, komplexe Probleme anzugehen, die über die Standardlehrpläne von Bachelor- oder Masterstudiengängen hinausgehen, und gleichzeitig die Zusammenarbeit und den respektvollen, vorurteilsfreien Austausch unter Gleichaltrigen zu fördern – alles Eigenschaften, die im Zentrum der wissenschaftlichen Gemeinschaft stehen müssen.
Während des gesamten Turniers herrschte eine dynamische und fröhliche Atmosphäre. Die Teilnehmer zeigten großes Engagement und ließen sich voll und ganz auf den Geist der Veranstaltung ein, bei der konstruktive Debatten, Networking und starker Teamgeist im Vordergrund standen.
Wir gratulieren allen teilnehmenden Teams herzlich und danken ihnen für ihre Begeisterung und ihr Engagement. Besondere Glückwünsche gehen an das Team „LMUminosity“ aus München, das nach mehreren Tagen anspruchsvoller, aber freundschaftlicher wissenschaftlicher Diskussionen das Turnier gewonnen hat.
Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg für ihre zukünftige akademische und berufliche Laufbahn!
Organisation und Anerkennungen
Wir bedanken uns herzlich beim gesamten Organisationsteam des Deutschen Physikwettbewerbs sowie bei Prof. Bernhard Keimer, der die Organisation des GPT 2026 am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung voll unterstützt und finanziell gefördert hat. Besonderer Dank gilt Denise S. Christovam und Mário M. de Oliveira für ihr Engagement bei der Organisation der Veranstaltung in den vergangenen Monaten und während des gesamten Turnierwochenendes.
Wir danken auch den Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung und anderer Institutionen, die in der Jury mitgewirkt und mit ihrer Zeit und ihrem Fachwissen zum Erfolg des Turniers beigetragen haben.
Alle Bildrechte für die oben gezeigten Bilder liegen bei © MPI FKF.


















