Experimentieren, Staunen, Begeistern – das Science Summer Camp 2025 am Max-Planck-Institut
20 Kinder verbrachten eine Woche voller Wissenschaft, Spiele und Entdeckungen – und nahmen unvergessliche Erfahrungen mit nach Hause.
Am Ende der Sommerferien ging es am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung noch einmal richtig rund: Vom 8. bis 13. September 2025 fand das diesjährige Science Summer Camp statt. 20 Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 13 Jahren verwandelten das Institut in einen Ort voller Neugier, Lachen und Experimente.
Von Anfang an lag Spannung in der Luft: Hier wurde nicht nur über Naturwissenschaft gesprochen – hier wurde sie gelebt. Die Kinder bauten, tüftelten, probierten aus und stellten Fragen ohne Ende. Die Energie war spürbar, die Zusammenarbeit großartig. Schon nach wenigen Stunden war klar: Dies würde eine besondere Woche werden.
Wissenschaft zum Anfassen
Im Mittelpunkt stand das praktische Ausprobieren. Die Teilnehmenden bauten CO₂-Raketen, ließen Supraleiter schweben, untersuchten den pH-Wert von Lösungen und stellten eine eigene Nebelkammer her. Sie zerlegten Wasser durch Elektrolyse in seine Bestandteile, ließen Solarzellen Blumen bewegen – und kreierten mit Begeisterung ihren absoluten Favoriten: selbstgemachten Schleim.
Jedes Experiment wurde von spannenden Hintergrundinformationen begleitet: Energieumwandlung bei Solarzellen, Teilchenphysik im Zusammenhang mit der Nebelkammer, Energiespeicherung beim Knallgasversuch. So lernten die Kinder nicht nur praktische Kniffe, sondern auch die wissenschaftlichen Zusammenhänge dahinter.
Forschen heißt auch Fragen stellen
Ein Highlight war, dass die Kinder selbst Interviews mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern führten. „Was macht ihr eigentlich den ganzen Tag?“, „Wie kommt ihr auf eure Ideen?“ – die Fragen zeigten, wie neugierig die jungen Forscherinnen und Forscher waren. Aus den Gesprächen gestalteten sie Poster, in denen sie ihre Sicht auf Wissenschaft festhielten.
Diese kreative Auseinandersetzung machte deutlich: Forschung bedeutet nicht nur Experimente im Labor, sondern auch Teamarbeit, Geduld und die Suche nach Antworten auf große Fragen.
Neben dem Programm im Labor gab es viele Momente, in denen Gemeinschaft im Vordergrund stand. In den Pausen und nach den Experimenten spielten die Kinder unzählige Runden des beliebten Gesellschaftsspiels „Werwolf“. Dabei lachten, diskutierten und tüftelten sie genauso leidenschaftlich wie zuvor an den Experimenten.
Diese Mischung aus Spiel und Wissenschaft war der Schlüssel zum Erfolg: Die Kinder erlebten, dass Lernen und Spaß Hand in Hand gehen können.
Präsentation mit Gänsehautmomenten
Am letzten Tag waren die Eltern eingeladen, sich die Ergebnisse anzuschauen. In kleinen Gruppen präsentierten die Kinder ihre Poster und erzählten von den Interviews mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die Begeisterung sprang sofort über – viele Eltern zeigten sich überwältigt von der Menge an Wissen und Eindrücken, die ihre Kinder in nur einer Woche gesammelt hatten.
Wirkung weit über eine Woche hinaus
Die jungen Teilnehmenden nahmen nicht nur Grundlagen in Chemie und Physik mit nach Hause, sondern auch ein Verständnis dafür, wie Wissenschaft funktioniert: Wie man Experimente plant, Einflussfaktoren untersucht und Ergebnisse interpretiert. Noch wichtiger war aber die Begeisterung für die Natur und ihre Rätsel – eine Neugier, die hoffentlich lange anhält.
Auch für die Community des Instituts war das Camp eine Bereicherung. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nahmen sich Zeit, um Experimente zu betreuen oder Interviews zu geben. Für sie war es eine Gelegenheit, ihre Leidenschaft verständlich zu vermitteln und junge Menschen direkt für Wissenschaft zu begeistern.
Ein besonderer Dank gilt den beiden Hauptorganisierenden: Samuel van Gele und Martina Paetsch, beide Doktorand:innen am Institut. Mit unermüdlichem Einsatz, Kreativität und Herzblut haben sie das Camp möglich gemacht.
Das Science Summer Camp ist ein wichtiger Teil des Outreach-Programms des MPI-FKF: Die Türen zu öffnen, Wissenschaft erlebbar zu machen und damit die Faszination für Forschung zu teilen. Schon jetzt ist klar: Auch im nächsten Sommer wird es wieder ein Camp geben – mit neuen Experimenten, neuen Spielen und ganz sicher derselben Begeisterung.
Denn eine Sache hat diese Woche eindrucksvoll gezeigt: Wenn Kinder und Wissenschaft zusammenkommen, entstehen nicht nur spannende Experimente, sondern auch Freude, Gemeinschaft und Inspiration.














